Akupunktur

Akupunktur, als Teil der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM), ist eine seit mehr als 2000 Jahren bekannte und bewährte medizinische Heilmethode, die durch Nadeln spezifischer Punke, die körpereigenen Heilungskräfte aktiviert und dadurch die Gesundheit erhält oder wieder herstellt.

Nach Ansicht der Traditionellen Chinesischen Medizin verläuft ein unsichtbares Netz durch und über den Körper. Die Leitungen dieses Netzes nennt man Meridiansystem. Die Energie, die darin fließt, bezeichnet man als Qi. Bei einem gesunden Menschen fließt das Qi gleichmäßig und ist ausreichend vorhanden. Kommt es jedoch zu einer Störung dieses Flusses kann Krankheit entstehen. Diese Störung des regulären Energieflusses, kann dann mittels Akupunktur wieder aufgelöst werden.

An bestimmten Punkten treten die Meridiane an die Körperoberfläche. Dort kann man durch eine Stimulierung mit feinen Nadeln die Zirkulation des Qi beeinflussen. Werden bestehende Stagnationen aufgelöst, verschwinden Schmerzen und andere Beschwerden. Da diese Energieleitbahnen innerlich auch mit den Organen verbunden sind, kann man durch die Nadelung der Akupunkturpunkte auch die Funktion der inneren Organe regulieren. Je nach verwendeter Nadeltechnik kann man Organe bei Unterfunktion anregen oder eine Überfunktion beruhigen.

Nach dem Erstellen der Diagnose wird ein Behandlungskonzept erarbeitet. Bei jeder Behandlung werden 8-10 dünne Nadeln in ausgewählte Punkte eingeführt, welche dann bis zu 20 Minuten im Körper verbleiben.

Je länger die chronische Erkrankung vorliegt, um so länger ist die Behandlungsdauer. Akute Schmerzzustände müssen 2-3 mal die Woche behandelt werden und bedürfen einer kürzeren Behandlungsdauer.

Klinisch nachgewiesen ist, dass die Akupunktur schmerzlindernd, entspannend, entzündungshemmend, stimmungsaufhellend und immunstärkend ist.

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) veröffentlichte 1979 folgende Indikationsliste für die Akupunktur.