Gua Sha

In Ostasien und Südostasien ist Gua Sha unter verschiedenen Bezeichnungen als Heilmethode der Volksheilkunde weit verbreitet. Wenn in der Familie ein Mitglied von Fieber geplagt war oder Schmerzen hatte wurde sofort Gua Sha angewandt. Was Gua Sha, als volksmedizinische Heilmethode,   für eine asiatische Familie ist, ist   die Hühnersuppe  für eine jüdische Familie (A. Nielsen).

Bei dieser Methode schabt der Therapeut, mit einem aus Horn gefertigten Schaber, die Haut des betroffenen Areals bis sich die Haut durch winzige Hauteinblutungen rötet. Dadurch wird das Pathogen an die Oberfläche gebracht und kann durch das Kapillarsystem eleminiert werden.

 Gua Sha hat zahlreiche positive Wirkungen. Es bewegt gestautes Blut und fördert den Blutfluss von Muskeln, Gewebe und Organen, die unter der behandelten Hautfläche liegen. Der Patient/ die Patientin verspürt eine unmittelbare Änderung von Steifheit, Schmerzen und Beweglichkeit.

Durch die Bewegung von Körperflüssigkeit, die Nährstoffe zu den Geweben tragen und Stoffwechselabfälle von ihnen wegtransportieren, werden die normalen Stoffwechselvorgänge wieder hergestellt. Somit zählt Gua Sha zu den Ausleitungsverfahren.

Im klassischen chinesichen Gebrauch wird Gua Sha meist angewendet bei:

  • Fieber
  • Husten
  • Hitzezeichen
  • Verletzungen und Steifheit der Muskeln und Bänder
  • Kreislaufschwäche
  • Schmerzen
  • Kopfschmerzen, Migräne
  • Fibromyalgie